workshop: argumentationstraining gegen antifeministische äußerungen IN DER SOZIALEN ARBEIT

Donnerstag, 14. März 2024, 10 - 16 Uhr

Die Bandbreite antifeministischer Narrative, die im Kontext von Sozialer Arbeit relevant sind, ist groß. So behaupten antifeministische Akteur*innen beispielsweise, dass Kinder durch eine sexuelle Bildung der Vielfalt „frühsexualisiert“ werden, oder dass Menschen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, ihren Fötus „ermorden“ würden. Um antifeministischen Äußerungen etwas entgegensetzen zu können, ist das Erkennen und Einordnen ebendieser Narrative von zentraler Bedeutung. Doch nicht immer ist es leicht, schlagfertig zu sein und selbstsicher gegen antifeministische Narrative zu argumentieren.

Der Fokus des Workshops lag auf der Erprobung und Stärkung der eigenen Argumentationsfähigkeit gegen Antifeminismus. Im Workshop wurden zentrale Narrative gesammelt, die im Kontext der Sozialen Arbeit von Bedeutung sind. Anhand dieser wurde mit verschiedenen Übungen das Argumentieren gegen antifeministische Äußerungen gemeinsam erprobt. Zudem wurden mögliche Gesprächsstrategien gegen antifeministische Äußerungen präsentiert. Grundsätzlich konnte der Workshop den Teilnehmenden ermöglichen, sich über Erfahrungen auszutauschen, Solidarität zu stärken und eine kreative Herangehensweise im Umgang mit antifeministischen Äußerungen fördern.

 

Referierende:

Maiken Schiele + Jana Haskamp sind Fortbildner*innen bei Dissens - Institut für Bildung und Forschung e.V.

Zielgruppe: Fachkräfte aus der Sozialen Arbeit (Kinder- und Jugendhilfe, Mädchen*arbeit und Queere Bildungsarbeit)

Datum und Ort: 14.03.2024, 10-16 Uhr, Stadtteilzentrum Emmers, Bürgerstr. 68, 01127 Dresden

Barrieren: Der Workshop fand in deutscher Lautsprache statt. Der Raum im Stadtteilzentrum ist barrierearm zugänglich.

 

Kooperationsveranstaltung mit Dissens - Institut für Bildung und Forschung e.V. und mit der LAG Mädchen* und junge Frauen* Sachsen e.V.


FACHGESPRÄCH: DEPRESSIONEN BEI MÄDCHEN* UND JUNGEN FRAUEN*

 

Mittwoch, 07. Februar 2024, 13- ca. 17:30 Uhr

 

Nachdem im April 2023 bundesweit und darauffolgend im Mai die Corona Pandemie weltweit für beendet erklärt wurde, sind die Auswirkungen dieser Krise sowie anhaltender und neuer Konfliktlagen in der Kinder- und Jugendhilfe spürbar und sichtbar geworden. Der Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters an der Berliner Charité spricht von einer „Mental-Health-Pandemie“, in der sich Neuerkrankungsraten bei psychischen Erkrankungen auf einem hohen Niveau stabilisiert haben. Der DAK Kinder- und Jugendreport 2023 zeigt, dass im Längsschnitt im Vor-Corona-Jahr 2019 bis in 2022 insbesondere jugendliche Mädchen* in gestiegener Zahl von psychischen Krankheitsdiagnosen betroffen sind. Mädchen* internalisieren Konflikte und Krisen im Vergleich zu Jungen* erziehungs- und sozialisationsbedingt vermehrt. Das zeigt sich u.a. in Depressionen, mit denen Fachkräfte in ihrer alltäglichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen konfrontiert sind. Depressionen sind als Neuerkrankungsraten bei Mädchen* im Alter von 15-17 Jahren von 2019 bis 2022 +24% gestiegen.

Im Fachgespräch näherten wir uns dem Thema Depressionen zunächst künstlerisch an. In ihrem Stück "Die gelbe Tasche" begegneten sich zwei Clowninnen und zeigten den Zuschauer*innen wundersame Sachen aus großen schwarzen Tüten und kleinen gelben Taschen. Anschließend gab es im Fachgespräch mit der Dresdner Kinder- und Jugendtherapeutin Dorothea Sonntag die Möglichkeit, grundlegendes Fachwissen zur Thematik zu erlangen, pädagogische Handlungsspielräume und Handlungsunsicherheiten auszuleuchten sowie das oft erlebte Spannungsfeld von therapeutischem (Be-)Handlungsbedarf und sozialpädagogischem Handlungsdruck zu beleuchten und Wünsche und Erwartungen für einen bedarfsgerechten Umgang und eine gelingende Zusammenarbeit der Professionen zu diskutieren.

Wir bedanken uns herzlich für die wunderbare Kooperation.

 

Referentinnen:

Dorothea Sonntag | Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin (VT), Psychotraumatherapie Kinder und Jugendliche (OPK)

Daniela Krabbe | Clownin, Regisseurin, Performerin, Theatermacherin

Yaelle Dorison | Clownin, Künstlerin, Sozialarbeiterin

 

Zielgruppe: (Sozial-)Pädagog*innender Kinder- und Jugendhilfe; Lehrer*innen; Erzieher*innen

Datum und Ort: Mittwoch, 07.Februar 2024 13-17:30 Uhr, Stadtteilhaus Neustadt, Raum Anton