Veranstaltungen

FACHTAG:  ZWANGSHEIRAT   VERSCHLEPPUNG   EHRENMORD

Herausforderungen in der Begleitung von betroffenen Mädchen* und jungen Frauen* in Dresden

in Kooperation mit der Anonymen Mädchenzuflucht Dresden I VSP e.V. und der Landeshauptstadt Dresden

 

Wie können Sie Mädchen* und junge Frauen*, die von Zwangsverheiratung, Verschleppung und I oder Ehrenmord betroffen oder bedroht sind, unterstützen? Welches Hintergrundwissen benötigen Fachkräfte?

Welche Rechtsgrundlagen gibt es?

Familien, die aus den unterschiedlichsten Kulturen bereits vor vielen Jahren oder erst vor kurzer Zeit nach Dresden und Sachsen gekommen sind, bringen auch ihre eigenen Wertvorstellungen mit und werden hier in Deutschland mit anderen

Lebens- Haltungen und Wertvorstellungen konfrontiert. In diesem Spagat zwischen den oftmals unterschiedlichen Kulturen befinden sich besonders Mädchen* und junge Frauen*. In manchen traditionell-patriarchalen Familienstrukturen werden ihnen starre Grenzen in der freien Lebensgestaltung auferlegt. Gleichzeitig erleben sie, dass Mädchen* und Frauen* in Deutschland weit größeren Freiraum in der selbstbestimmten Gestaltung ihres Lebens haben.

 

Zunehmend begleiten der ASD Dresden und die Anonyme Zuflucht für Mädchen und junge Frauen (AMZ) Mädchen*, die von Gewalt durch ihre Familien bedroht sind, weil sie ein Leben führen möchten, wie sie es bei ihren Freund*innen und Mitschüler*innen wahrnehmen. Die Zahl der Fälle, in denen Familien diesen Wunsch mit Zwangsheirat oder Verschleppung begrenzen und verhindern möchten, nimmt zu.

 

Die Veranstaltung will einer gesellschaftlich und medial einseitigen Behandlung des Themas entgegenwirken, die insbesondere Familien mit Migrations- und I oder Fluchthintergrund in den Focus nimmt. Stattdessen soll Zwangsheirat als Menschenrechtsverletzung erkannt und nicht als private Angelegenheit bagatellisiert oder bestimmten kulturellen, religiösen Traditionen zugeschrieben werden.

Sie erhalten fundiertes Wissen, wie Sie Mädchen* und junge Frauen* begleiten und schützen können, die sich in einer solchen Zwangslage befinden. Ein Vorschlag für eine konkrete Handlungsrichtlinie soll gemeinsam erarbeitet werden.

 

Als REFERENTIN konnten wir Corinna Ter – Nedden gewinnen. Sie ist langjährige Mitarbeiterin von PAPATYA, einer seit 1986 in Berlin arbeitenden Schutz- und Kriseneinrichtung. PAPATYA unterstützt Mädchen* und junge Frauen* mit Migrationshintergrund, die aufgrund kultureller und familiärer Konflikte von zu Hause geflohen sind und von ihren Familien bedroht werden.

 

Datum: Mittwoch, 21. März 2018 von 9.00-16:00 Uhr

Veranstaltungsort: Bürgersaal Ortsamt Dresden- Neustadt I Hoyerswerdaer Straße 3, 01099 Dresden

 

Die Teilnahme ist kostenfrei!

 

Zielgruppe:  Fachkräfte aus allen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, ASD- Mitarbeiter*innen, Lehrer*innen

Die Veranstaltung richtet sich an Multiplikator*innen, die mit dem Thema bereits konfrontiert wurden und I oder präventiv tätig werden möchten.

 

ANMELDUNG bitte bis 14. März 2018 an:

claudia.doering@maedchenarbeit-dresden.de

 

Der Fachtag ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen der Fach- und Koordinierungsstelle für die Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen* Dresden, der Anonymen Mädchenzuflucht Dresden (VSP e.V.) und wird unterstützt von der Landeshauptstadt Dresden. Vielen Dank!

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Flyer mit Anmeldeformular zum Herunterladen:
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SEMINAR: SPIEGLEIN, SPIEGLEIN ... weibliche Schönheitsanforderungen am 16. & 17.04.2018 in DRESDEN

Die Frage: (Wann) bin ich schön? beschäftigt die meisten Mädchen* und jungen Frauen* spätestens mit Beginn der Pubertät und wird schnell zum zentralen Gegenstand weiblicher Identitätsfindung. Maßgeblichen Einfluss haben die allgegenwärtigen Anforderungen an Mädchen* und junge Frauen*, ihren Körper zu inszenieren, zu optimieren und zu sexualisieren. In den 80er Jahren sprach Susie Orbach vom „Schlachtfeld Körper“, Laury Penny skandalisiert heute den „Fleischmarkt“.

 

Hat sich also nichts verändert in punkto Schönheitsidealen? Und wie wirken sich (diese) medialen Bilder und gesellschaftlichen Anforderungen / Zuschreibungen heute auf die Selbstbilder von Mädchen+ und jungen Frauen* aus?

 

Im Seminar werden wir zu den Fragen in Austausch kommen, eigene weibliche (Körper-)Bilder reflektieren und erfahren, wie das Thema in der pädagogischen Arbeit aufgegriffen und bearbeitet werden kann. Erstmalig findet das Seminar als 2tägiges Angebot statt. Wir entsprechen damit dem Wunsch früherer Teilnehmerinnen*, dem Praxis- und Methodenteil mehr Raum zu geben.

 

Programm:

 · Input und Diskurs zu aktuellen Schönheitsidealen und Inszenierungserwartungen an Mädchen* und junge Frauen*

 · Reflexion eigener (Körper-)Bilder und weiblicher Sozialisationserfahrungen

 · Blick auf meine Adressatinnen*, Praxistransfer und methodische Schatzkiste

 

09:00 Uhr Ankommen mit Kaffee & Tee

09:30 Uhr Beginn

16:00 Uhr Ende 1. Tag/ 14.30Uhr Abschluss 2. Tag

 

Referentinnen*:

Katja Demnitz

Diplom- Sozialpädagogin; Bildungsreferentin der Fachstelle Mädchen*arbeit und Genderkompetenz, (LAG Mädchen und junge Frauen e.V.); Psychodramaleiterin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (i.A.)

 

Claudia Döring

Diplom- Sozialpädagogin, Bildungsreferentin der Fach- und Koordinierungsstelle für die Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen*, WenDo- Trainerin für Selbstverteidigung & Selbstbehauptung

 

Datum: Montag I Dienstag, 16. & 17. April 2018

Veranstaltungsort: KJFH Plauener Bahnhof I Dachgeschoss, Altplauen 20

Kosten:70€ (incl. Material, Mittagessen, Kaffee I Tee)

 

Zielgruppe: (Sozial-)Pädagoginnen* der Kinder- und Jugendhilfe; Lehrerinnen*, Erzieherinnen*

 

ANMELDUNG bitte bis 30.3.2018 an:

claudia.doering@maedchenarbeit-dresden.de

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GIRLS'DAY - MÄDCHENZUKUNFTSTAG  am 26.04.2018 in DRESDEN