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SELBSTFÜRSORGE UND BERÜHRUNG - EIN AUSZEIT-WORKSHOP FÜR WEIBLICHE* FACHKRÄFTE

Pädagoginnen* handeln immer wieder in akuten Krisensituationen. Besonders in der Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen* sind sie nicht selten mit psychischen Erkrankungen, Essstörungen, Bindungsstörungen und sexuellem Missbrauch konfrontiert. Doch wie kann es bei all diesen Herausforderungen und Belastungen gelingen, in der eigenen Kraft zu sein und zu bleiben? Neben dem Fachwissen sind ebenso der (Körper-)Kontakt mit sich und die Fürsorge für sich selbst tragend für eine gelingende professionelle Begleitung. Das Gefühl für den eigenen Körper bestimmt auch im professionellen Kontext, wie klar ich in Verbindung treten und wie klar ich Grenzen setzen und achten kann.

In diesem Workshop widmen wir uns der eigenen Selbstfürsorge. Denn nur, wenn wir gut für uns sorgen, können wir auch Mädchen* und junge Frauen* in ihrem Alltag unterstützen. Berührungen sind dabei eine gute Möglichkeit, um bei sich selbst anzukommen, sich zu nähren und dabei Schönes zu erfahren. Außerdem ermöglichen Berührungen die Erfahrung, sich selbst beruhigen zu können und somit trotz der vielen herausfordernden Situationen in der Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen* handlungsfähig zu bleiben. Der Effekt, sich in Stressphasen zu spüren und selbst zu regulieren, kann selbstermächtigend wirken und im (Arbeits-)Alltag weitererlebt werden.

An zwei Vormittagen im September öffnen wir einen Raum für Wissen, Austausch und Selbsterfahrung in Bezug auf (Selbst-)Berührung. Es gibt Raum und Zeit, Berührungen praktisch auszuprobieren, zu erleben und dabei selbst aufzutanken. Am ersten Vormittag liegt der Fokus auf der Selbstberührung als Mittel zur eigenen Regulation. Am zweiten Vormittag steht die gegenseitige Berührung im Mittelpunkt. Hier tauschen wir uns aus, wie das Werkzeug der Berührung in der Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen* genutzt werden kann.

 

Workshopleitung:

Dorothea Ristau | Dipl.-Sozialarbeiterin/ -pädagogin (FH), personenzentrierte Beraterin, systemische Beraterin, nährende Kuschlerin, Masseurin

 

Theresa Lux | Sozialpädagogin (M.A.), Bildungsreferentin der Fach- und Koordinierungsstelle für die Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen* Dresden, Zusatzqualifikation in Body-Mind Centering

 

Zielgruppe:     6-12 (Sozial-)Pädagoginnen* der Kinder- und Jugendhilfe; Lehrerinnen*, Erzieherinnen*

Datum:            freitags, 23.9. + 30.9., jeweils 9:30 – 12:30;

Ort:                   KulturSchlosserei, Bischofsweg 31, 01099 Dresden

Kosten:           60€ (Wir stellen Tee, Kaffee und Snacks bereit.)

 

Anmeldeschluss: 09.09.2022

 

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Workshop: Spieglein, Spieglein an der Wand ... von weiblichen Schönheitsanforderungen und Geschlechterbildern

TERMIN: 21. + 22.09.2022 (Zschopau / Erzgebirge)

Kooperationsveranstaltung mit LAG Mädchen* und junge Frauen* Sachsen e.V.

Die Frage: (Wann) bin ich schön? beschäftigt die meisten Mädchen* und jungen Frauen* spätestens mit Beginn der Pubertät und wird schnell zum zentralen Gegenstand weiblicher Identitätsfindung. Maßgeblichen Einfluss haben die allgegenwärtigen Anforoderungen an Mädchen* und junge Frauen*, ihren Körper zu inszenieren, zu optimieren und zu sexualisieren. In den 80er Jahren sprach Susie Orbach vom „Schlachtfeld Körper“, Laury Penny skandalisiert heute den „Fleischmarkt“, auf welchem z.B. Influencerinnen* über soziale Medien ihre Ideale transportieren.
Hat sich also nichts verändert in punkto Schönheitsidealen? Und wie wirken sich (diese) medialen Bilder und gesellschaftlichen Anforderungen/Zuschreibungen heute auf die Selbstbilder von Mädchen* und jungen Frauen* aus? Im Seminar werden wir zu den Fragen in Austausch kommen, eigene (Körper-)Bilder reflektieren und erfahren, wie das Thema in der pädagogischen Arbeit aufgegriffen und bearbeitet werden kann.

 

 

 

Programm

– Input und Diskurs zu akt. Schönheitsidealen/-erwartungen
– Reflexion eigener (Körper-)Bilder und weiblicher Sozialisationserfahrungen
– Blick auf meine Adressatinnen*, Praxistransfer und methodische Schatzkiste
– Rolle und Einfluss der Medien

 

 

 

REFERENTINNEN*

 

Claudia Döring. Bildungsreferentin der Fach- und Koordinierungsstelle für die Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen*, WenDo- Trainerin für Selbstverteidigung & Selbstbehauptung
Katja Demnitz. Bildungsreferentin* der Fachstelle für Mädchen*arbeit und Genderkompetenz in Sachsen. Psychodramaleiterin. Kinder- und Jugendpsychotherapeutin (i.A.)

 

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GESPRÄCHSKARTENSET: DEIN LIEBESKUMMER IST POLITISCH!

„...Klingt komisch? Auch wenn Politik oft weit weg erscheint, haben politische Entscheidungen Einfluss auf dein Leben; z.B. ob der örtliche Jugendtreff zumacht, ob du deine Freund*innen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln besuchen kannst

oder wer wen heiraten und lieben darf. Schnell wird vergessen, dass Freiheiten, Möglichkeiten und Rechte die wir haben, nicht selbstverständlich sind. Darum ist es wichtig, sich für ihren Erhalt einzusetzen.“

 

Das Kartenset „Dein Liebeskummer ist politisch!“ bietet Jugendlichen Anregungen, um ins Gespräch zu kommen. Aus verschiedenen Blickwinkeln können sie erkunden, wen Liebeskummer betreffen kann, was Liebeskummer für unterschiedliche Menschen bedeuten kann, wieso Liebeskummer uns alle etwas angeht und wieso Liebeskummer politisch ist.

 

Das Gesprächskartenset umfasst acht Themen wie z.B. Liebeskummer und Heteronormativität, Liebeskummer und Behinderung, Liebeskummer und Kapitalismus und Liebeskummer und Schönheitsideale. Jedes der acht Themen umfasst:

  • einen Text zur Einführung,
  • zahlreiche Hinweise zu Medien wie z.B. Videoclips, Büchern und Filmen
  • Impulsfragen zum Diskutieren
  • weitere kreative Ideen und Anregungen

Für Fachkräfte in der Kinder- und Jugendarbeit eignet es sich ideal, ihren Adressat*innen Gesprächsangebote zu machen. Das Material ist entwickelt für die pädagogische Praxis und braucht Begleitung. Allgemein kann das Thema Liebeskummer bei den Nutzer*innen persönliche Betroffenheit auslösen. Einige der Quellen zeigen einen traurigen Verlauf von Liebesbeziehungen durch z.B. gesellschaftliche Einflüsse oder Beziehungsgewalt. Wenn die Nutzer*innen mit der Handhabung vertraut sind und ihr Interesse geweckt ist, kann auch die Nutzung von den Jugendlichen untereinander funktionieren.

 

Altersempfehlung: ab 14 Jahre

Gruppengröße: 2 – 10 Personen

Kosten: 14,99€ zzgl. Portokosten bei Versand

 

Hier können Sie noch mehr über das Gesprächskartenset hören.

 Zum Bestellen schreiben Sie uns eine Mail an: fachstelle@maedchenarbeit-dresden.de

 

Das Gesprächskarten-Set wurde unterstützt und gefördert mit Mittel der AKTiON MENSCH!